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Hilfsprojekt von Ajahn Outhai
Dhammiko

Es scheint, als wäre man in einer
anderen Zeit, wenn man im
Morgengrauen auf
den Strassen von Laos wandelt.
Buddhistische Mönche in Ihren
safrangelben Roben ziehen von Haus
zu Haus, um Essensspenden der
Gläubigen entgegenzunehmen. Hier und
da stehen französische
Kolonialhäuser aus längst
vergangener Zeit. Selbst in der
Hauptstadt Vientiane, mit ihren 500
000 Einwohnern, findet sich keine
Spur von der Hektik, die andere
asiatische Hauptstädte Tag und Nacht
beherrscht.
Nur knapp 6 Millionen Einwohner
leben in Laos, dem einzigen Staat
Südostasiens, der keinen Zugang zum
Meer hat. In den Nachbarstaaten
Thailand, China und Vietnam lebt die
gleiche Anzahl Menschen wie in ganz
Laos oft schon in einer einzigen
Stadt.
Auch touristisch ist das Land noch
nicht erschlossen, jedoch zählt es
unter Backpackern bereits heute zu
den Geheimtips.
Das Leben in Laos ist sehr einfach.
Das durchschnittliche Einkommen
eines Laoten beträgt weniger als ein
Euro am Tag. Sicher gibt es auch
hier, wie in jedem anderen Land,
Menschen, die besser als andere
gestellt sind. Aber in Laos gehören
die Gutgestellten einer kleinen
Minderheit an. Schnell wird dort
klar, dass für uns
selbstverständliche Dinge in Laos
als unerreichbarer Luxus gelten.
Sogar Schulbücher, Hefte oder Stifte
haben in manchen Regionen
Seltenheitswert.
Unser Partnerprojekt „Sabaidi-Laos
e.V.“
widmet sich daher seit längerem der
Unterstützung von Schulen, aber auch
der Errichtung von
Trinkwasseranlagen.
Viele Dörfer besitzen weder
Strassen, noch Elektrizität, und
schon gar nicht eine
Wasserversorgung, wie wir sie
kennen. Ein Dorfbrunnen ist oft die
einzige Wasserquelle für hunderte
von Menschen. Dass sich dadurch
Krankheiten viel schneller
ausbreiten können, versteht sich von
selbst.
Typisches Klassenzimmer, wie man
es in den ländlichen Gebieten von
Laos findet.
Damit wären wir bei der
medizinischen Versorgung – dem
Hauptanliegen unseres Projektes.

Statistisch gesehen ist es in
Laos
derzeit so, dass auf einen Arzt
5.393 Menschen kommen. Dies ist
allerdings nur die offizielle Zahl,
die nichts darüber aussagt, wie es
um die medizinische Versorgung in
den ländlichen Gebieten bestellt
ist. Hier gibt es vielfach überhaupt
keine Ärzte, Medikamente sind selten
oder viel zu teuer. Hinzukommt, dass
ein Grossteil der Bevölkerung
chronisch unterernährt ist und somit
anfälliger für Krankheiten.
Die Kindersterblichkeit in Laos ist
weltweit eine der höchsten!
Der Abt des buddhistischen Kloster
in Altlussheim (bei Heidelberg),
Ajahn Outhai Dhammiko, hat es sich zur
Aufgabe gemacht, Krankenhäuser in
den ländlichen Gebieten von Laos zu
unterstützen.
Ajahn Outhai Dhammiko unterstützt
bereits seit 10 Jahren das
Krankenhaus seiner Heimatstadt
Sukuma mit medizinischen
Hilfsgütern.
Sukuma liegt in der Provinz
Champasak im Süden von Laos. Das
dortige Krankenhaus ist Anlaufstelle
für 60 umliegende Dörfer. Jedes
dieser Dörfer besteht aus rund 200
Familien. Die nächstgrößere Klinik
liegt in der Stadt Champasak,
welche über 3 Stunden Autofahrt
entfernt ist.
Ajahn Outhai beschreibt die Lage vor
Ort so:
Das örtliche Krankenhaus ist
zuständig für alle Arten von
Krankheiten und Verletzungen.
Operationen oder
intensivmedizinische Behandlungen
können vor Ort jedoch nicht
durchgeführt werden, da hierzu
einfach die nötige Ausstattung
fehlt. Diesem Umstand ist es
zuzuschreiben, dass Patienten immer
wieder ums Leben kommen.
Für uns
selbstverständliche Einrichtungen,
wie Altenheime, Hausärzte,
Krankentransport oder
Rettungsdienst, sind dort nicht
vorhanden. Der Grossteil der
Patienten muss noch immer auf dem
Boden schlafen, da nicht ausreichend
Betten vorhanden sind. Selbst Stühle
für den Wartebereich sind
Mangelware. Dank der Großzügigkeit
einer Heidelberger Klinik konnten
mittlerweile zumindest 20
Pflegebetten nach Laos transportiert
werden, um wenigsten einem geringen
Teil der Patienten ein Bett zur Verfügung
zu stellen.
Krankenzimmer
im Distriktkrankenhaus in Muang Kham
Der Grossteil der Ärzte, die an
diesem Krankenhaus arbeiten, hatte
das Studium der Medizin in der
ehemaligen DDR oder der Sowjetunion
absolviert.
Leider fehlen jedoch vor
Ort die Mittel, um deren Kenntnisse
den Patienten zugute kommen zu
lassen. Malaria ist in diesem
Krankenhaus eine der am häufigsten
behandelten Krankheiten. Auch alle
anderen Krankheiten, wie Diabetes
oder Schlaganfälle, sowie
körperliche Verletzungen und
Geburten, werden so gut wie möglich
(eben den ärmlichen Verhältnissen
entsprechend) behandelt.
Warteraum eines Hospitals in Phoumy
Bounkeua

Eines der Hauptprobleme, der
Krankentransport, wurde durch die
Spende eines Krankenwagens im
September 2005 gelöst. Dieses
Fahrzeug wird im Februar 2006 nach
Laos verschifft werden und künftig
dem örtlichen Krankenhaus für
Krankentransporte und Notfälle zur
Verfügung stehen.
Die Beschaffung des
Krankentransports war bisher
gänzlich dem Patienten selbst
überlassen. Fand man keine
Transportmöglichkeit, hatte man nur
die Wahl zwischen zwei Alternativen
– den Weg zu Fuß zurückzulegen oder
auf eine Behandlung ganz zu
verzichten.
Übergabe des Krankenwagens durch
Familie Traub-Martin an Ajahn Outhai

Laut Ajahn Outhai fehlt es vor Ort
vor allem an diagnostischer
Ausstattung, wie EKGs oder
Ultraschallgeräten, aber auch an
Kleinigkeiten wie Druckminderern für
Sauerstoffflaschen.
Blutdruckmessgeräte, medizinische
Verbrauchsmaterialien, Medikamente
usw. sind dort gar nicht oder nur
sehr begrenzt vorhanden.
Diese Seite soll zukünftig eine
breitere Masse von Menschen auf das
Hilfsprojekt von Ajahn Outhai
aufmerksam machen. Gerne nehmen wir
auch Ihre Geldspenden entgegen, diese Spenden
dienen
ausschließlich dem Ankauf von
medizinischen Gütern und der
Begleichung der Transportkosten.
Behandlungsraum eines
Provinzkrankenhauses
Über eine Unterstützung Ihrerseits
würden wir uns sehr freuen.
Selbstverständlich sind auch
Sachspenden in Form von
medizinischen Gütern sehr
willkommen. Diese sollten jedoch
aufgrund der Koordination und
Logistik, welche für die
Weiterleitung erforderlich sind,
vorab angekündigt werden.
Bitte kontaktieren Sie hierzu Herrn
Berger unter der Telefonnummer +49
(0)176 431 031 31 oder über das
Kontaktformular in der Rubrik
Kontakte.
Nach Absprache mit den Ärzten vor
Ort sind derzeit folgende Dinge am
nötigsten:
Intensivmedizin:
- Elektrische Absaugpumpen
- Inhalatoren zur Behandlung
von Lungenentzündungen
Pränatale Diagnostik:
- CTG (Kardiotokograph -
Herzton-Wehenschreiber)
- Ultraschallgeräte
(Sonographen)
Augenheilkunde:
Chirurgie:
- Sterilisatoren
- OP Tische
- OP Instrumente
Labormedizin:
Es ist soweit, ich darf mal wieder
einigen Spendern für Ihren Beitrag
zum Hilfsprojekt danken.
Anfang Dezember 2005 erreicht uns
die Spende von Herr Kralik, er ist
techn. Leiter der Medizintechnik des
Klinikums Krefeld. Herr Kralik
überliess unserem Hilfsprojekt einen
OP Tisch der Firma Marquet. Dieser
OP Tisch wird zusammen mit dem
Krankenwagen im Frühjahr nach Laos
verschifft werden.
Dank der Empfehlung von Werner
Reichert (Betreiber der
Laos Community),
durften wir einen überaus netten
Menschen kennenlernen. Tom ist als
Medizingerätetechniker in der
Schweiz tätig und besuchte uns im
Wat in Altlussheim.
Als Tom seinen Kofferraum öffnete,
konnten wir es kaum glauben, er
hatte intensivmedizinische Geräte im
Wert von mehreren zehntausend Euro
im Gepäck. Diese Geräte wurden von
Schweizer Kliniken gegen neue
ausgetauscht und werden künftig
ihren Dienst in den Krankenhäusern
von Sukuma und Champasak tun.

Tom übergab uns:
14 Perfusoren (Spritzenpumpen)
5 Infusionspumpen
2 EKG
3 Intensivüberwachungsmonitore (EKG
/ Blutdruckmessung / Pulsoxymetrie)
5 Sauerstoffdruckminderer.
Hiermit nochmals vielen Dank an
Werner Reichert für den Kontakt,
sowie an Tom und Herrn Kralik vom
Klinikum Krefeld!
An dieser Stelle möchten wir uns
auch nochmals herzlichst bei der
Firma
BDP-International
bedanken.
Deren Geschäftsführer Herr Ruf bot
uns an, die komplette Logistik* des
Seecontainers als Unterstützung
unseres Hilfsprojekts kostenlos zu
übernehmen.
*(Bereitsstellung des Containers,
LKW Transport nach Altlußheim,
zusätzlicher LKW zum absetzen des
Containers, LKW Transport von
Altlußheim nach Ludwigshafen,
Transport mit der Bahn von
Ludwigshafen nach Hamburg, Seefracht
von Hamburg nach Laem Chabang
(Tahiland) sowie den Transport von
Laem Chabang nach Vientiane (Laos)
per LKW)
Die Beladung des Containers in
Altlußheim
Am Freitag, den 17.Februr.2006, war
es endlich soweit. Gegen 08:00 Uhr
trafen 2 LKW vor dem Wat
Sibounheuang in Altlußheim ein.
Der eine LKW hatte unseren 40'
HighCube Container (12 m x 2,90 x
2,90) geladen, der andere LKW war
dazu da, den Container vom
Transportlastwagen zu heben und ihn
auf die Strasse zu setzen. Dies war
nötig um den Krankenwagen in den
Container fahren zu können.
Bereits vier Tage vorher verbrachten
wir unsere Freizeit mit verpacken
der Güter, reinigen der
Metallgegenstände, fetten der
Metallgegenstände und chronischem in
Stretchfolie wickeln von
Gegenständen.
Es wurde insgesamt 4,1 Tonnen
Hilfsgüter in den Container
verladen, darunter befanden sich
u.a. ein Krankenwagen, 15
Klinikbetten, 1 OP-Tisch, mehrere
EKGs und
Intensivüberwachungsmonitore,
Spritzenpumpen, Rollstühle,
Rollatoren, mehrere Kartons mit
medizinischem Verbrauchsmaterial,
Medikamente, Sehhilfen,
Altkleider......
Das eigentliche Beladen, wofür wir 3
Stunden Zeit hatten, lief relativ
zügig ab, da gegen 07:30 schon mehr
als 10 Leute zum helfen bereit
standen. Ausserdem hatten wir
bereits eine Woche vorher alle
nötigen Dinge, die man zur
Ladungssicherung benötigt,
eingekauft, so dass am Beladungstag
alles bereit stand.
Freundlicherweise wurde von der
Polizei Neulussheim dafür gesorgt,
dass für den Zeitraum der Verladung
die Strasse abgesperrt wurde und uns
somit genügend Platz zum rangieren
blieb.
Spätestens als wir uns daran
machten, den Krankenwagen in den
Container zu rangieren, wurde jedem
bewusst, dass der Container entgegen
unseren Erwartungen randvoll werden
würde.

Ursprünglich hatten wir damit
gerechnet, dass von der zur
Verfügung
stehenden Länge von 12
Metern, mindestens 2 Meter ungenutzt
bleiben würden.
Zum Schluss waren bis auf 20 cm, die
dann mit Styropor zur Aufpolsterung
ausgefüllt wurden, nichts mehr
übrig.
Nun war der schwierigste Teil
unseres Hilfsprojekts bewältigt.
Anfang April werden Ajahn Outhai
(Initiator des Hilfsprojekts und Abt
des buddhistischen Klosters in
Altlußheim), meine Frau Bobby und
ich selbst in Laos sein, um den
Container in der Hauptstadt
Vientiane in Empfang zu nehmen.
Anschließend werden die Hilfsgüter
per LKW in die im Süden gelegene
Provinz Champasak transportiert, wo
in Sukuma, der Heimatgemeinde von Ajahn Outhai, der zweite Teil
unserer Arbeit beginnt.
In Sukuma werden wir die Hilfsgüter
dem örtlichen Krankenhaus übergeben
und die Ärzte in der Arbeit an den
medizinischen Geräten (EKGs,
Perfusoren, Intensivmonitore)
unterweisen. Außerdem werden wir
einen Teil der Geräte an die
intensivmedizinische Abteilung des
Provinzkrankenhauses in Pakze
übergeben.
All dies wäre nicht ohne die Hilfe
und das Vertrauen vieler Menschen
möglich gewesen.
Hiermit möchten Ajahn Outhai, meine
Frau und ich uns für die große und
stets unbürokratische Unterstützung
in Form von Sachspenden, der
kostenlosen Übernahme von Service-
und Logistikleistungen, der Hilfe
durch Kontakte jeglicher Art, dem
journalistischen Beistand und nicht
zuletzt der moralischen
Aufmunterung, welche oft vonnöten
war, aus tiefstem Herzen bedanken.
Wir werden vor Ort dafür Sorge
tragen, dass die Hilfsgüter ihrem
Zweck entsprechend eingesetzt und
somit zur besseren medizinischen
Versorgung der Menschen beitragen
werden.
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Die Ankunft des Containers in Laos
Mittlerweile sind Ajahn Outhai,
meine Frau und ich wieder zurück aus
Laos und können Euch / Ihnen vom
Erfolg der ersten großen
Hilfslieferung im Rahmen unseres
Hilfsprojekts berichten.
Am 30. März 2006 war es endlich
soweit. Der weite Transport unseres
Containers nach Laos wurde erst
durch die großzügige Unterstützung
der Spedition BDP-International
möglich. Das Gerät kam wohlbehalten
in Vientiane, der Hauptstadt von
Laos, an. Hier standen bereits
zahlreiche freiwillige Helfer
bereit, um den Container zu entladen
und die Hilfsgüter auf einen LKW zu
packen, für den Weitertransport in
die südlicher gelegene Provinz
Champasak.
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Nach 13 Stunden Fahrzeit und 740
Kilometern Landstrasse, die uns von
Vientiane über Savannakhet nach Pakse
führten, überquerten wir schließlich
etwas außerhalb von Pakse den Mekong
per Fähre. Von Champasak aus
mussten wir noch knappe 70 Kilometer
staubige Buckelpiste in Kauf nehmen,
bis wir endlich Sukuma erreichten.
Beim Krankenhaus in Sukuma
erwarteten uns bereits weitere
Helfer, um die Hilfsgüter abzuladen.
An den beiden nächsten Tagen wurde
alles ausgepackt und gründlich
gereinigt.
Am 04. April war es dann soweit: In
der Gemeindehalle von Sukuma kamen
hochrangige buddhistische Mönche,
Vertreter des laotischen
Gesundheitsministeriums, die
Bürgermeister der großen
Provinzstädte Pakse und Champasak,
der leitende Provinzarzt sowie
mehrere Ärzte und Bürgermeister der
umliegenden Gemeinden zusammen, um
die Hilfsgüter in Form einer
feierlichen Übergabe
entgegenzunehmen.
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Im Rahmen dieser
Übergabefeierlichkeiten wurden auch
Ajahn Outhai meine Frau und ich
gebeten, eine kleine Ansprache zu
halten. Der wesentliche Teil dieser
Reden war der Hinweis auf die grosse
Hilfsbereitschaft, ohne welche das
Hilfsprojekt niemals in diesem Maße
bzw. mit diesem Erfolg hätte
stattfinden können.
Im Anschluss an die Feierlichkeiten
besichtigten wir das örtliche
Krankenhaus.
Hierbei handelt es sich um ein
T-förmiges Betongebäude mit 6
Patientenzimmern, einem Labor, einem
Impfzimmer, einem kleinen
(septischen) Operationsraum sowie
einem Arzt- und einem
Schwesternzimmer.
Krankheiten wie Malaria, Polio und
Typhus sind neben verschiedenen
parasitären Erkrankungen die
Hauptleiden, mit denen die Ärzte und
Schwestern in Sukuma konfrontiert
sind.
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Patienten mit Krankheiten oder
Verletzungen, die nicht in Sukuma
behandelt werden können, müssen ins
über 90 Kilometer entfernte
Krankenhaus nach Pakse gebracht
werden. Solche Notfalltransporte
waren bisher ausschließlich per Taxi
oder Traktor möglich. Meistens wurde
der Transport jedoch aufgrund der
Angst, dass der Patient im Taxi
sterben könnte, von den Fahrern
abgelehnt. Dieses Problem konnten
wir aber nun dank der Spende der
Familie Traub Martin aus der Welt
schaffen. Nach unserer Rückkehr aus
Laos erfuhren wir, dass seit der
Übergabe des Krankenwagens bereits
mehr als 20 Notfallpatienten vom
Krankenhaus Sukuma in die Klinik
nach Pakse gefahren worden sind.
Wie man auf dem Bild erkennen kann,
sind die Patientenzimmer sehr
spartanisch eingerichtet. Die
Patienten mussten auf den
Lattenrosten dieser Betten schlafen,
weil das Krankenhaus bisher keine
Matratzen besaß. Dank der Spende der
Johanniter
aus Cottbus stehen jetzt stählerne
Klinikbetten, welche wir noch
zusätzlich mit Matratzen ausgerüstet
haben, für die Patienten bereit.
Auch die medizintechnischen Geräte
(EKGs, Spritzenpumpen,
Infusionspumpen…), die uns von Herrn
Tom Maier gegeben wurden, tragen
mittlerweile zur besseren
Patientenversorgung in den
Krankenhäusern Sukuma, Champasak
und Pakse bei. Der OP-Tisch, den uns
Herr Kralik vom
Klinikum Krefeld
zur Verfügung stellte, kam bereits
im Rahmen einiger ambulanter
Operationen im Krankenhaus Sukuma
zum Einsatz. Ebenfalls freuten sich
die Ärzte und Schwestern über die
medizinischen Verbrauchsmaterialien,
die uns von der Firma
Stegmüller Praxis & Pflegebedarf
gespendet wurden. Diese sind für den
täglichen Betrieb dringend
notwendig, jedoch in Laos meist
Mangelware.
Auch die etwas "kleineren"
Hilfsgüter wie Altkleider oder
gebrauchte Brillen lindern nun
deutlich die Notlage der Menschen
vor Ort.
Es ist normal für einen Europäer,
dass er aufgrund einer Sehschwäche
eine Brille verordnet bekommt. In
Laos dagegen lässt sich ein
Augenarzt und erst recht ein Optiker
nur schwer finden. So leben die
Menschen teilweise Jahrzehnte mit
immer schlechter werdender Sehkraft.
Hier konnten wir mit 3 Kartons
Brillen, die von unserem
Partnerprojekt "Sabaidi-Laos"
kamen, eine deutliche Steigerung der
Lebensqualität erreichen.
Die gespendeten Altkleider wurden
von Ajahn Outhai in zwei etwas
abgelegenere Dörfer gebracht und
dort an die bedürftige Bevölkerung
verteilt. Beide Dörfer sind
Beispiele dafür, dass die
Landbevölkerung in Laos noch immer
ein sehr beschwerliches, von Armut,
Krankheiten und oft auch Hunger
geprägtes Leben führt.
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Die beiden Dörfer liegen
zwar nur etwa 12 Kilometer vom
Krankenhaus entfernt. Doch
angesichts der Straßenverhältnisse
(Trockenzeit!!) und der Tatsache,
dass diese Menschen keine Autos
besitzen, müssen sie einige
Strapazen auf sich nehmen, um in den
Genuss einer ärztlichen Behandlung
zu kommen.
Wer mag sich da,
angesichts solcher Zustände, etwa
noch über das Thema Praxisgebühr
auslassen?
Dieser kurze Bericht soll ein
kleines Feedback für alle diejenigen
sein, die uns bei unseren Bemühungen
mit Rat, Tat und Sachspenden so sehr
geholfen haben
Auch wenn wir mit dieser
Hilfslieferung den Menschen im
Gebiet um Sukuma ein Stück weit mehr
Lebensqualität geben konnten, so
erscheint es doch - auf ganz Laos
bezogen - nicht viel mehr als der
berühmte Tropfen auf dem heißen
Stein.
Um die Lebenssituation der Menschen
in Laos langfristig zu verbessern,
kann und darf dies nicht das letzte
Hilfsprojekt gewesen sein.
Zusammen mit Ajahn Outhai werde ich
auch in Zukunft versuchen, die Lage
vor Ort zu verbessern. Ansatzpunkte
für weitere Projekte gibt es zur
Genüge – sei es der Bau von Schulen,
der mit relativ geringen
finanziellen Mitteln möglich wäre,
oder die Verbesserung der
Wasserversorgung, die oftmals
ernsthafte Krankheiten auslöst.
Zum Abschluss dürfen wir uns im
Namen der Menschen aus Sukuma noch
einmal aus tiefstem Herzen bei Euch
/ Ihnen allen bedanken und hoffen,
dass wir auch in Zukunft den einen
oder anderen wieder als Unterstützer
für weitere Hilfe gewinnen können.
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