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Ajahn
Man Bhuridatta
Thera

Ajahn Man
Bhuridatta
gilt als
Begründer
der heutigen
Waldtradition
innerhalb
des
Theravada
Buddhismus.
Er wurde am
20. Januar
1870 im Dorf
Baan Kham
Bong
in der
Provinz Ubon
Ratchathani,
im Nordosten
Thailands,
nahe der
Grenze zu
Laos als
ältester von
acht
Geschwistern
einer
laotisch
sprechenden
Familie
geboren.
Schon mit 16
Jahren wurde
er im
Dorfkloster
von Khambong
als Novize
ordiniert.
Er studierte
die
buddhistische
Lehre und
auch
Völkergeschichte,
welche auf
alten
Palmblättern
in Khom,
Khmer und
der
Tham-Sprache
in der
Klosterbibliothek
verwahrt
wurden. Zwei
Jahre
später, im
Jahr 1888,
folgte er
dem Wunsch
seines
Vaters und
verliess das
Kloster,
hatte jedoch
den festen
Vorsatz, so
bald wie
möglich
Mönch zu
werden.
Als er 22
Jahre alt
war, konnte
er diesen
Wunsch
endlich
realisieren
und wurde am
22. Juni
1893 im Wat
Liap in Ubon
als Mönch
ordiniert,
wo er die
monastische
Tradition
aus Laos
erlernte und
auch
praktizierte.
Ajahn Sao
lehrte ihm
eine Mantra
Meditationsmethode
um seinen
Geist zu
beruhigen,
die mentale
Wiederholung
des Wortes „Buddho“.
Ajahn Sao
nahm den
jungen
Bhikkhu Man
oft mit in
den
Dschungel
entlang des
Mekongs um
auf
gemeinsamen
mehrtägigen
bis
mehrwöchigen
Wanderungen
zu
meditieren.
Diesen Teil
der Praxis
nennt man
auf Pali
dhutanga und
auf
Thailändisch
Thudong.
Eine der
ersten
längeren
dhutangas
führte die
beiden ins
Wat
Aranyawaksi
im Thabor
Distrikt, in
der Nong
Khai
Provinz.
Zu dieser
Zeit war Wat
Aranyawaksi
eine vom
Dschungel
überwachsene
Ruine. In
diesem
frühen
Stadium
seines
Mönchlebens
verbrachte
Ajahn Man
ein Jahr im
Teakwald,
der das
verfallene
Kloster
umgab.
1899 trat
Ajahn Man
der
strengeren
Dhammayut
Nikaya
Tradition
bei. Nach
einigen
Jahren
strengen
Studiums und
Praxis
machte sich
Ajahn Man
auf, um
weiter
entwickelte
Lehrer zu
finden.
Hierbei
führte ihn
sein Weg
durch die
Höhlen und
Wälder von
Laos,
Thailand und
Burma.
Alleine auf
Thudong
1911
entschied
sich Ajahn
Man nach
Burma zu
gehen um
nach einem
Lahrer
Ausschau zu
halten, der
ihn auf den
Weg zur
Erleuchtung
behilflich
sein konnte.
Sein Weg
führte ihn,
stets darauf
bedacht in
der Wildnis
und den
Bergen zu
wandern,
schrittweise
von Nordost
Thailand
hinunter
nach
Bangkok. Von
hier aus
ging er nach
Burma und
besuchte in
Rangoon die
Shwedagon
Pagode.
Innerhalb
dieser Zeit
in Burma
traf er
Lehrer, die
ihm helfen
konnten,
seine
Meditationspraxis
so zu
perfektionieren,
dass sie ihm
zu höheren
Einsichten
führen
konnte.
Unglücklicherweise
wurden die
Namen dieser
Meister nie
aufgezeichnet.
Die Phansa
Zeit im Jahr
1911
verbrachte
Ajahn Man in
Moulmein,
einem Ort in
der Mon
Region. Er
war sehr
angetan von
der
Moralität,
der
Freigiebigkeit
und der
monastischen
Disziplin
der Mon- und
Shan-Völker,
die er
während
dieser Zeit
in Burma
traf.
Rückkehr in
den Isaan
Die Phansa
Zeit im Jahr
1912
verbrachte
Ajahn Man
dann wieder
in Thailand,
im Wat
Sapathum,
heute
bekannt als
Wat Pathum
Wanaram.
Hier wurde
er von Phra
Upali vom
Wat
Boromnivasin
unterrichtet
und
angeleitet.
Nach dem
Regenzeit-Retreat
ging Ajahn
Man nach
Lopburi, wo
er seine
Meditationspraxis
in
verschiedenen
abgelegenen
Höhlen
intensivierte.
1913
verbrachte
Ajahn Man
hielt sich
Ajahn Man in
der Sarika
Höhle am
grossen Berg
(Khao Yai)
in Nakhon
Nayok auf.
Innerhalb
dieser Zeit
soll der
damals
43-jährige
Ajahn Man,
laut seiner
Biographie,
die von
seinem
Schüler
Ajahn Maha
Bua
geschrieben
wurde,
anagami (Nichtwiederkehrer)
erreicht
haben. Ajahn
verbrachte
die
folgenden
2-3 Jahren
in dieser
Höhle.
Während
dieser Zeit
hatte er
auch mit
einer
lebensbedrohlichen
Krankheit zu
kämpfen.
Heute findet
man in
dieser Höhle
einen
Schrein zu
Ehren von
Ajahn Man.
1915
verbrachte
Ajahn Man
seine Phansa
Zeit im Wat
Sapathum in
Bangkok.
Hier zog es
ihn oft zu
einem
nahegelegenen
Tempel um
den
Zeremonien
von Ajahn
Jan, einem
zu dieser
Zeit
hochrangigen
Mönch,
beizuwohnen.
Von hier aus
kehrte Ajahn
Man nach
Nordost
Thailand
zurück. In
den Jahren
1918 und
1920
verbrachte
er die
Phansa Zeit
im Wat
Burapha nahe
der Stadt
Ubon.
Die nächsten
5 Jahre
wanderte er
durch die
Regionen
Nakhon, Udon
Thani, Nong
Khai und
Loei.
Ajahn Man
wurde
zunehmend
als
hochbegabter
Lehrer
wahrgenommen,
so dass die
Zahl seiner
Schüler
sowohl im
Bezug auf
Mönche als
auch auf
Laienanhänger
ständig
wuchs. Im
Jahr 1926
begleiteten
ihn 70
Mönche
während des
seines
Thudong.
Eine
Kontroverse
erreichte
Ajahn Man
und seine
Gefolgschaft
zu dieser
Zeit. Die
religiöse
Führung in
Bangkok war
im Begriff
eine Reform
zu erlassen,
die dazu
führen
sollte, dass
der Sangha
zentralisiert
und
standardisiert
werden
sollte.
Hierbei
sollte die
Wandermönche
dazu bewegt
werden, sich
in Klöstern
niederzulassen
um
„produktive
Mitglieder“
der
Gemeinschaft
zu werden.
Offensichtlich
wurde diese
Reform von
den
Klosterführungen
in die Wege
geleitet.
Ajahn Jan,
der die
Führung der
Klöster in
der Provinz
inne hatte,
untersagte
den Laien
die
Unterstützung
der
Wandermönche.
Mehrere
Mönche aus
Ajahn Mans
Gefolgschaft
wurden sogar
aufgrund von
Landstreicherei
verhaftet.
Ajahn Man
wurde
zunehmend
besorgter im
Bezug auf
das
Vordringen
des
„modernen
Weges“,
welcher die
alten
Bräuche
bedrohte,
welche
Bestandteile
seiner
Ausbildung
waren. Er
dachte
darüber
nach, ob er
sein
Heimatland
verlassen
sollte, um
sich in eine
abgelegenere
Gegend zu
begeben,
welche
ausserhalb
der
Reichweite
der modernen
Einflüsse
Bangkoks
lag.
1927
unterwies
Ajahn Mun
Mönche und
Laien in den
Klöstern Wat
Suthat, Wat
Liap und Wat
Burapha in
Ubon. Er
traf
Vorkehrungen
für seine
alternde
Mutter und
verabschiedete
sich
anschliessend
von seiner
Familie um
in die
Zentralebene
von Thailand
zu ziehen,
wobei er
sich
hinsichtlich
seines
endgültigen
Zielortes
unsicher
war. Er
wanderte
etappenweise
durch die
öden und
spärlich
besiedelten
Landschaften
des
Zentral-Isan,
schlief
gelegentlich
im Schatten
von Bäumen
und erhielt
Almosenspeise
von den
armen
Reisbauern
entlang
seines
Weges.
Als er die
rauen und
wilden Berge
und
Dschungel
des Dong
Phaya Yen
Waldes,
zwischen der
Sara Buri
und der
Nakhon
Ratchasima
Provinz
konnte er
sich wieder
an der Flora
und Fauna,
die im die
Natur
darbot,
erfreuen.
Nach
Nordthailand
Nachdem
Ajahn Man
sein
Regenzeit-Retreat
im Jahr 1928
im Wat
Burapha in
Ubon
verbracht
hatte,
verliess er
Nordost
Thailand und
kehrte erst
wieder viele
Jahre später
zurück, um
dort seine
letzten
Lebensjahre
zu
verbringen.
Von Ubon aus
ging Ajahn
Man erst
nach Bangkok
um von dort
aus weiter
nach Chiang
Mai und
Chiang Rai
zu wandern,
wo er für
die nächsten
12 Jahre
seines
Lebens im
Meditations
Retreat
verbrachte.
1929 wurde
er auf
Wunsch der
buddhistischen
Führung in
Bangkok zum
Abt von Wat
Chedi Luang
in Chiang
Mai
eingesetzt.
Als der ihm
vorgesetzte
Mönch, Phra
Upali,
starb, floh
Ajahn Man
aus dem
Kloster ohne
den dort
ansässigen
Mönchen oder
der
buddhistischen
Führung in
Bangkok
Bescheid zu
geben.
Zunächst
wanderte er
durch den
Mae Rim
Distrikt der
Chiang Dao
Bergkette
und
verweilte in
den dortigen
Bergwäldern
sowohl
während der
Trocken- als
auch während
der
Regenzeit.
In den
folgenden
Jahren
gründete
Ajahn Man
eine
Meditationsklause
am Ostrand
der Chiang
Dao Berge
und
meditierte
dort häufig
in den
abgelegenen
heiligen
Höhlen.
1933 kehrte
er noch
einmal
zurück in
das Kloster
Wat Chedi
Luang, um
von hier aus
seine
Wanderung
nach Burma
ins Karen
und
Shan-Gebiet
fortzusetzen.
Zwischen
1932 und
1938
meditierte
Ajahn Man an
vielen
verschiedenen
Orten in der
Einsamkeit
der Wäldern
und Berge,
ohne grossen
Kontakt zu
Menschen.
Diese Jahre
der
Zurückgezogenheit
in schwer
zugänglicher
Wildnis
waren für
Ajahn Man
sehr
bedeutsam.
Gegenüber
seinen
Schülern hat
er gesagt,
dass er in
dieser Zeit
die
Erleuchtung
erreicht
bzw. zum
Arahant
geworden
sei.
1935
verbrachte
er die
Phansa Zeit
im Dorf
Makkhao im
Mae Pong
Distrikt.
Die
Regenzeit im
Jahre 1936
verbrachte
er nahe des
Dorfes
Puphaya
unter den
Bergvölkern.
Im folgende
Jahr hielt
er sich im
Mae Suai
Distrikt
unter dem
Volk der
Laui auf.
Zurück in
den Isan
1940, im
Alter von 70
Jahren, trat
Ajahn Man
auf Drängen
seiner
ältesten
Schüler die
Rückreise in
seine
Heimat, den
Isan, an.
Er reiste
erst
hinunter
nach Bangkok
um von dort
aus nördlich
nach Korat
weiterzuziehen.
Unterwegs
hielt er
sich noch im
Wat Pa
Salawan in
den
ausgedehnten
Bergdschungeln
von Nakhon
Ratchasima
auf.
Als er im
Spätjahr
1940 zurück
nach Ubon
kam, hielt
er sich im
Kloster Wat
Boghisamphon
auf, in
welchem sein
Schüler
Ajahn Chao
Khun
Dhammachedi
als Abt
fungierte.
Von hier aus
ging er ins
Wat Non
Niwet, wo er
sich während
des
folgenden
Regenzeit-Retreats
aufhielt.
Nach dem
Regenzeit-Retreat
wanderte er
in der
Umgebung des
Dorfes Ban
Nong Nam
Khem, um die
Landschaft,
in der er
seine Jugend
verbrachte
hatte zu
besuchen.
Auch im
Alter von 70
war Ajahn
Man immer
noch in der
Lage, um
sich selbst
zu kümmern
und alleine
in der
Wildnis
zurecht zu
kommen.
Die Phansa
Zeit des
Jahres 1941
verbrachte
Ajahn Man im
Wat Nan
Niwet in der
Stadt Udon
Thani.
Anschliessend
ging er nach
Sakhon
Nakhon wo er
zuerst im
Wat
Suddhawat
residierte,
danach zog
er sich in
ein kleines
Waldkloster
namens Pheu
Pond Klause,
nahe des
Dorfes Ban
Na Mon,
zurück. Die
Klause Pheu
Pond lag
sehr
abgelegenen,
tief im
Wald, 3-4
Stunden
Fussmarsch
vom nächsten
Dorf
entfernt.
Heute heisst
das Kloster
Wat Pa
Bhuridatta
zu Ehren von
Ajahn Man.
Ajahn Sao,
Ajahn Mans
erster
Lehrer nach
seiner
Ordination,
starb 1942.
Ajahn Man
zog
daraufhin
noch tiefer
in den Wald.
Im Alter von
75 Jahren
entschloss
er sich dann
dauerhaft in
der Pheu
Pond Klause
zu bleiben.
Aufgrund
seiner
nachlassenden
Kräfte wurde
es ihm
unmöglich in
den Wäldern
umherzuwandern.
Ajahn Man
starb 1948
im Wat
Suddhavasa
in der
Sakhon
Nakhon
Provinz. Er
zog bis zu
seinem Tod
eine grosse
Schar an
Schülern an
und zusammen
mit seinem
Lehrer Ajahn
Sao gründete
er die
thailändische
Waldtradition
(Kammatthana
Tradition)
die sich in
ganz
Thailand und
in viele
andere
Ländern
etabliert
hat.
Waldmeditation
Ajahn Mans
praktizierte
zurückgezogen
und streng.
Er folgte
treu dem
vinaya
(Regeln der
Ordinierten)
und achtete
sehr auf die
13
klassischen
dhutanga
(asketische
Übungen),
wie:
Die Übung
des
Fetzenkleidträgers
(Tragen von
Roben, die
aus
weggeworfenen
Kleidungsstücken
zusammengeflickt
sind;
Ablehnen von
Fertigroben,
die von
Gläubigen
gespendet
werden.)
Die Übung
des
Dreigewandträgers
(Besitz und
Tragen nur
einer
dreiteiligen
Robe.)
Die Übung
des
Brockensammlers
(Ernährung
nur von
Nahrungsmitteln,
die während
des Pindabat
oder
Almosenganges
gesammelt
werden,
Ablehnung
von
Einladungen
der Laien.)
Die Übung
des „Von-Haus-zu-Haus-Gängers“
(auf dem
Almosengang
darf kein
Haus
ausgelassen
oder nur
bestimmte
Häuser, z.B.
reiche
Haushalte
aufgesucht
werden.)
Die Übung
des
„Einmal-Essers“
(Nur ein
Mahl pro
Tag,
Ablehnung
von weiterem
Essen, das
vor Mittag
gespendet
wird -
Ausnahmen
höchstens im
Krankheitsfalle.)
Die Übung
des
Topfspeisers
(Ernährung
nur von
Nahrungsmitteln,
welche in
der
Almosen-Schale
vermengt
werden und
sich nicht
auf
separaten
Tellern oder
Schüsseln
befinden.)
Die Übung
des „die
spätere
Speise
Verweigernden“
(Ablehnung
von weiterem
Angebot von
Essen,
nachdem man
angedeutet
hat, dass
man satt
ist.)
Die Übung
des
Waldasketen
(Leben im
Wald, nicht
in einem
Dorf oder
einer Stadt,
entfernt von
jeglichen
Ablenkungen.)
Die Übung
des
Baumasketen
(Leben unter
einem Baum
ohne den
Schutz eines
Daches.)
Die Übung
des unter
freiem
Himmel
lebenden
(Leben unter
freiem
Himmel ohne
Dach über
dem Kopf -
ein Zelt aus
der Robe ist
zulässig.)
Die Übung
des
Friedhofasketen
(Leben auf
oder neben
einem
Friedhof,
einer
Verbrennungs-
oder einer
Begräbnisstätte.)
Die Übung
des mit
jedem Lager
Zufriedenen
(Zufriedenheit
mit
jeglicher
Schlafstatt,
die einem
zugestanden
wurde.)
Die Übung
des
Stetigsitzers
(Leben ohne
niederzuliegen
- stehen,
gehen oder
sitzen ist
zulässig.)
Nach abgeschiedenen
Plätzen in der
Wildnis von Laos und
Thailand suchend
vermied er die
Verantwortung des
monastischen Lebens
und konnte so viele
Stunden des Tages
und der Nacht
meditierend
verbringen. Trotz
seiner von Hause aus
scheuen Natur zog er
eine grosse Schar
von Schülern an, die
bereit waren ein
Leben widriger
Umstände mit ihm zu
teilen, nur um von
ihm zu lernen.
Seine Disziplin war
beispielhaft. Ajahn
Man ist bis heute
einer der meist
verehrten und
geachteten Mönche,
nicht nur in
Thailand. Viele
andere bekannte
Mönche, wie z.B.
Ajahn Maha Bua oder
Ajahn Chah gehörten
zu seinen Schülern. |